Cremiges Herbstrezept für die ganze Familie
Es gibt diese Tage im Herbst, an denen ich eigentlich nur drei Dinge möchte: eine warme Decke, etwas Gemütliches im Fernsehen und eine große Schüssel Suppe. Draußen ist es grau, vielleicht prasselt der Regen gegen die Scheiben und drinnen darf es einfach warm und gemütlich sein.
Genau für solche Tage ist diese geröstete Tomaten-Paprika-Suppe gemacht.
Das Schöne daran: Ich muss dafür nicht ewig am Herd stehen. Tomaten, rote Paprika, Zwiebel und Knoblauch kommen gemeinsam mit ein paar Gewürzen in eine Auflaufform und dürfen im Ofen vor sich hin rösten. Anschließend wird alles mit Gemüsebrühe und frischem Basilikum püriert und mit einem kleinen Schuss Sahne wunderbar cremig.
Und weil Suppe allein natürlich schon lecker ist, aber Suppe mit knusprigem Käsetoast noch ein kleines bisschen besser, gibt es dazu bei uns goldbraun geröstetes Brot mit geschmolzenem Käse.
Und ja: Eintunken ist ausdrücklich erlaubt.
Warum ich diese Tomaten-Paprika-Suppe so liebe
Für mich ist das ein richtig schönes Familienrezept für den Herbst. Die Zutaten sind überschaubar, die meiste Arbeit übernimmt der Backofen und durch das Rösten bekommen Tomaten, Paprika und Zwiebeln ein herrlich kräftiges Aroma.
Außerdem lässt sich die Suppe wunderbar vorbereiten. Ich kann gleich einen größeren Topf kochen und habe am nächsten Tag noch ein schnelles Mittag- oder Abendessen.
Auf einen Blick
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten
Backzeit: ca. 45–60 Minuten
Kochzeit: ca. 10–15 Minuten
Portionen: etwa 4–6
Schwierigkeit: einfach
Perfekt für: Herbsttage, Familienessen und Meal Prep
Zutaten für die geröstete Tomaten-Paprika-Suppe
Für etwa 4–6 Portionen brauchst du:
- 10–12 reife Tomaten
- 2 rote Paprika
- 1 große Zwiebel
- 1 Knoblauchknolle oder etwa 4–6 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- 1 EL Tomatenmark
- 1 EL Balsamico-Essig
- 500 ml Gemüsebrühe
- 50–70 ml Sahne
- 1 große Handvoll frisches Basilikum
- 1 TL getrockneten Oregano
- 1 TL Paprikapulver, edelsüß
- Salz und Pfeffer
Optional kannst du noch eine kleine Prise Chiliflocken dazugeben. Sind Kinder mit am Tisch, würde ich die Chili einfach weglassen und später nur über die Erwachsenenportion streuen.
Sind deine Tomaten recht säuerlich, hilft außerdem eine kleine Prise Zucker, um den Geschmack auszubalancieren.

So einfach wird die Suppe gemacht
Heize zuerst den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor.
Wasche Tomaten und Paprika und schneide beides in grobe Stücke. Schäle die Zwiebel und schneide sie ebenfalls grob. Alles kommt zusammen in eine ausreichend große Auflaufform*, damit das Gemüse genug Platz zum Rösten hat.
Den Knoblauch kannst du als ganze Knolle mitrösten. Dafür einfach den oberen Teil abschneiden, sodass die einzelnen Zehen leicht geöffnet sind. Alternativ verwendest du einzelne ungeschälte Knoblauchzehen.
Nun Olivenöl und Balsamico über das Gemüse geben und mit Oregano, Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen. Alles einmal gut vermengen.
Anschließend darf das Gemüse für etwa 45–60 Minuten bei 200 °C in den Ofen. Es soll weich werden und an einigen Stellen ruhig etwas Farbe bekommen. Genau diese Röstaromen machen die Suppe später so lecker. Das Rösten von Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch vor dem Pürieren ist auch bei vergleichbaren Suppenrezepten eine bewährte Methode für ein intensiveres Aroma.
Nach dem Rösten gibst du das Gemüse samt dem entstandenen Saft in einen großen Topf. Den weichen Knoblauch vorsichtig aus seiner Schale drücken.
Tomatenmark unterrühren und für etwa ein bis zwei Minuten erhitzen. Danach die Gemüsebrühe dazugeben und die Suppe ungefähr 10 Minuten sanft köcheln lassen.
Jetzt kommt das frische Basilikum hinein. Anschließend püriere ich alles mit meinem Stabmixer* schön fein, bis eine wunderbar cremige Tomaten-Paprika-Suppe entstanden ist.
Anschließend die Sahne unterrühren und noch einmal abschmecken.
Ist dir die Suppe zu dick, kannst du einfach noch etwas Gemüsebrühe hinzufügen.
Und dann fehlt eigentlich nur noch …

Knuspriger Käsetoast zum Eintunken 🧀
Ich glaube, damit bekommt man auch so manchen kleinen Suppenskeptiker.
Dafür brauchst du lediglich Toastbrot oder ein anderes Lieblingsbrot, etwas Butter und Käse, der gut schmilzt – zum Beispiel Gouda oder Cheddar.
Belege das Brot großzügig mit Käse und röste es entweder in einer Pfanne, im Kontaktgrill oder im Airfryer, bis es außen goldbraun und innen wunderbar käsig ist.
Dann in Dreiecke schneiden und direkt zur Suppe servieren.
Mein persönlicher Favorit: Käsetoast nehmen, tief in die Tomaten-Paprika-Suppe tunken und sämtliche Tischmanieren für einen kurzen Moment vergessen. 😄
Kleine Küchenlieblinge für gemütliche Suppentage 🍂
Ich mag Rezepte besonders gern, für die ich keine halbe Küchenausstattung aus den Schränken holen muss. 😄 Auch für diese Tomaten-Paprika-Suppe braucht es eigentlich nur ein paar einfache Küchenhelfer. Eine ausreichend große Auflaufform, einen guten Stabmixer – und natürlich eine schöne Suppenschale für den gemütlichen Teil danach.
Große Auflaufform zum Rösten*
Für Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch nehme ich am liebsten eine größere Auflaufform. So kann ich das Gemüse gut verteilen und auch der leckere Saft, der beim Rösten entsteht, bleibt erhalten.
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Stabmixer für cremige Suppen*
Nach dem Rösten wird aus dem ganzen Gemüse innerhalb weniger Minuten eine wunderbar cremige Suppe. Dafür ist ein Stabmixer für mich einer dieser Küchenhelfer, den ich immer wieder gebrauchen kann – nicht nur für Suppen, sondern auch für Soßen, Dips oder Pürees.
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Schöne Suppenschalen für gemütliche Herbsttage*
Braucht man eine hübsche Schale, damit die Suppe schmeckt? Natürlich nicht. Macht es den verregneten Herbstabend trotzdem ein kleines bisschen gemütlicher? Absolut. 😄 Ich mag schlichte Keramikschalen in warmen Naturtönen besonders gern.
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Optional: Käsetoast aus dem Airfryer
Wenn der Airfryer ohnehin in der Küche steht, kann auch der Käsetoast darin wunderbar knusprig werden. Außen goldbraun, innen geschmolzener Käse – und anschließend direkt ab damit in die Suppe. 😄
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Wenn Kinder mitessen
Für eine familienfreundliche Variante lasse ich die Chiliflocken direkt aus der Suppe heraus. Wer es etwas schärfer mag, kann sie später über seine Portion geben.
Beim Knoblauch kannst du ebenfalls etwas reduzieren. Durch das lange Rösten wird er allerdings deutlich milder als roher oder kurz angebratener Knoblauch.
Die Sahne lässt sich außerdem problemlos gegen eine pflanzliche Kochcreme austauschen. Ähnliche Tomaten-Paprika-Suppen funktionieren auch ohne klassische Sahne beziehungsweise mit pflanzlichen Alternativen sehr gut.
Kann ich die Suppe vorbereiten?
Unbedingt – und genau deshalb mag ich solche Rezepte so gerne.
Du kannst die Suppe bereits am Vortag zubereiten und anschließend im Kühlschrank aufbewahren. Beim Aufwärmen eventuell noch einen kleinen Schluck Gemüsebrühe dazugeben, falls sie etwas eingedickt ist.
Damit ist sie auch perfekt für Tage, an denen zwischen Arbeit, Kita und Familienalltag nicht noch ein aufwendiges Abendessen entstehen soll.

Mein kleiner Herbst-Wohlfühlmoment 🍂
Für mich müssen schöne Herbstmomente gar nicht kompliziert sein.
Eine dampfende Schüssel Suppe. Ein knuspriges Käsebrot daneben. Kuschelsocken. Vielleicht eine Kerze auf dem Tisch. Und draußen darf es ruhig ein bisschen ungemütlich sein.
Manchmal ist genau das genug.
Und wenn mein Kind seinen Käsetoast anschließend fünfmal in die Suppe tunkt und behauptet, dass er ihn „nur ganz kurz“ drin hatte, gehört das vermutlich einfach zum Rezept dazu.






